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Ausstellungszentrum "Hinter Aegidien"

Vor mehr als 100 Jahren, am 25. April 1906, wurde im Beisein des Regenten Prinz Albrecht von Preußen und zahlreicher Ehrengäste das Vaterländische Museum Hinter Aegidien eröffnet. Mit dieser Eröffnung im festlichen Rahmen einer Sonderausstellung unter dem Titel »Zur Erinnerung an die 100. Wiederkehr des Geburtstages Seiner Hoheit des hochseligen Herzogs Wilhelm« erhielt das Museum in den Räumen der Aegidienkirche, des ehemaligen Benediktinerklosters und in dem vom Bohlweg nach Hinter Aegidien umgesetzten Pauliner Chor einen dauerhaften Standort für eine seit 1891 im Vaterländischen Museum am Hagenscharrn erfolgreich begonnene Museumsarbeit zur Geschichte des Herzogtums Braunschweigs.

Zu den bedeutsamen Entscheidungen des Museums zählt die Rettung der Inneneinrichtung der Hornburger Synagoge, die ab 1924 im Verbund mit anderen Objekten zur jüdischen Geschichte in einem Seitenschiff der Aegidienkirche präsentiert wurde.

Kriegsbedingt wurden wesentliche Gebäudeteile beschädigt. Eine weitere Museumsarbeit war zunächst fast unmöglich. Lediglich wenige kleinere Ausstellungen u.a. zur Ur- und Frühgeschichte konnten realisiert werden. Die Instandsetzungsarbeiten des Pauliner Chores und der Klosterräume zogen sich bis Ende der 1950er Jahre hin, die Aegidienkirche wurde der katholischen Gemeinde übergeben und stand für das Museum nicht mehr zur Verfügung. Mit einer neuen Dauerausstellung zur kirchlichen Kunst, zur ostfälischen Volkskunde, zur Kulturgeschichte und zur braunschweigischen Landesgeschichte wurden erst 1960 die renovierten Schauräume der geschichtsinteressierten Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht und durch zahlreiche Sonderausstellungen ergänzt. Seit dem Umzug des Braunschweigischen Landesmuseums 1986 in das Vieweghaus am Burgplatz werden diese Räume als Ausstellungszentrum genutzt.

Hinter Aegidien

Hinter Aegidien

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