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Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig

- die Vielfalt des Lebens unserer Erde

Die Ausstellungen

Die Schausammlung bietet dem Besucher eine Vielzahl verschiedener Anziehungspunkte. Qualitativ herausragend sind die 29 Dioramen, in denen Säugetiere und Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen sind.

In den Becken des naturnah gestalteten Aquariums lassen sich nicht nur Tiere aus dem Bereich des tropischen Süßwassers wie Buntbarsche, Gabelbart und Stechrochen beobachten, sondern auch verschiedene Meeresbewohner. Darüber hinaus bietet das Aquarium auch Einblicke in das Leben von Schlangen, Schildkröten, Echsen und tropischen Fröschen.

Tiere vergangener Erdzeitalter werden im Fossiliensaal zum einen in einer Lebensraum-Inszenierung und zum anderen als fossile Überreste gezeigt.

Besondere Schätze der wissenschaftlichen Sammlung sind im großen Lichtsaal zu sehen. Ausgestellt sind ausgerottete Tiere wie die Stellersche Seekuh und der Riesenalk, sowie die eiszeitliche Fauna des Harzes. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Evolution des Menschen.

Die Geschichte des Museums

Das Staatliche Naturhistorische Museum hat seinen Ursprung in der Kunst- und Naturalienkammer von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg (1633 – 1714) auf Schloss Dahlum. In den Jahren 1753 / 54 wurden die Sammlungen unter Herzog Carl I. (1713 – 1780) nach Braunschweig gebracht und hier der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit ist das Staatliche Naturhistorische Museum Braunschweig das älteste Naturkundemuseum Deutschlands und auch eines der ältesten naturkundlichen Museen weltweit. Nach einer wechselvollen Geschichte der Sammlungen wurde 1857 die Kunst- und Naturaliensammlung getrennt. Die Naturaliensammlung befindet sich nach mehreren Umzügen und zwischenzeitlicher Unterbringung im Schloss seit 1937 in einem eigenen Gebäude am Rebenring

Die Museumspädagogik

Seit 20 Jahren gibt es eine museumspädagogische Abteilung im Naturhistorischen Museum, die jährlich 150 – 200 Schulklassen von der Vorschule bis zur Sekundarstufe II betreut. Zum Angebot der Museumspädagogik gehören aber auch Fortbildungsseminare für Lehrer, Referendare und Studierende über Inhalte der Ausstellungen und die Nutzungsmöglichkeiten des Museums als außerschulischer Lernort. Im Freizeitbereich werden darüber hinaus zahlreiche Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten.

Die Sammlung

Für die Wissenschaft ist vor allem die große Vogelsammlung mit 45.000 Exemplaren von Bedeutung. Einige der Präparate sind sogenannte Typus-Exemplare, d.h. anhand dieser Exemplare wurde eine Art oder Unterart neu beschrieben.

Das Museum verfügt weiter über bedeutende Sammlungen an Säugetier-Bälgen, Schädeln und Fossilien. Die Schwerpunkte der Fossiliensammlung liegen bei der Fauna des Erdmittelalters und bei eiszeitlichen Säugetieren aus den Rübeländer Höhlen. Weiter ist die 150.000 Exemplare umfassende Insektensammlung von wissenschaftlicher Bedeutung.

Wissenschaftler aus dem In- und Ausland interessieren sich für die Braunschweiger Sammlungen und stehen mit dem Museum, das eine eigene Schriftenreihe herausgibt, im Austausch.

Lichtsaal

Lichtsaal

Artikel-Informationen

Bildrechte: Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig

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